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In der Normung der Technischen Kommunikation gewinnt der Nutzungskontext von Produkten zunehmend an Bedeutung. Die Usability‑Norm ISO 9241‑11:2018 definiert ihn als Kombination von Nutzern, Zielen und Aufgaben, Umfeld und Ressourcen.
Neue Medien, regulatorische Vorgaben und der Bedarf, spezifische Nutzergruppen mit situationsgerechten Informationen zu versorgen, haben zu einer immer stärkeren Modularisierung von Inhalten und zu ihrer „semantischen Anreicherung“ durch Metadaten geführt. Dadurch werden Inhalte zum einen maschinenlesbar, zum anderen für Menschen besser zugänglich über unterschiedliche Sinneskanäle. Darüber hinaus bilden die semantisch angereicherten Informationen eine fundierte Wissensbasis für KI‑Systeme auf Basis großer Sprachmodelle.
Ausgehend von der ISO-9241-Normenreihe zur Usability über Normen für die Software-Dokumentation bis hin zu produktübergreifenden Normen zur Technischen Kommunikation wird der Nutzungskontext immer prominenter in der internationalen Normung. Die Präsentation zeigt diese Entwicklungen anhand einiger IEC‑ und ISO‑Normen, die derzeit erarbeitet bzw. überarbeitet werden.
Takeaways
Der Nutzungskontext eines Produkts als zentrales Organisationsprinzip rückt zunehmend in den Fokus der internationalen Normung der Technischen Kommunikation – sowohl in der Software-Dokumentation als auch produktübergreifend.
Prior knowledge
Grundkenntnisse in oder Interesse an Normung und Standardisierung der Technischen Kommunikation, Grundkenntnisse der Informationsentwicklung